22. Februar 2018

Der Aufbau des Kottas geht weiter...(Phase III)

Meine Lieben,

Der Schnitt an genau dieser Stelle war Absicht, denn es war Zeit für eine Mittagspause!
Und wer bei uns bislang als Handwerker tätig war, weiß Bescheid. Im Hause Traut
wird man auch ein wenig verwöhnt. Natürlich gibt es Getränke (Kaffee, Tee,  
Saft, Sprudel - ganz nach Wunsch), und ich koche dann immer für Alle.
Selbstverständlich essen wir dann auch gemeinsam.
Noch eine kleine Plauderei 
und
 weiter ging es mit dem Aufbau unseres Kottas.
Hier seht Ihr den Fachmann der Herstellerfirma, als er mit einer Handsäge den Dachtraversenausschnitt durchführt. Danach kommt der Trennschnitt der Türtraverse, dem das passgenaue Auschneiden der Dachplattenauflage folgte. Diese Schritte waren die Voraussetzung, dass der Türrahmen, mit Wasserwaage genau im Lot ausgerichtet, eingesetzt werden konnte. 



Und ich sage Euch, das war alles Millimeterarbeit! Meine Lieben, wenn Ihr so etwas in der Art plant,
und es selbst ausführen wollt, solltet Ihr wirklich handwerklich so richtig begabt sein, und auch Helfer haben, die eine gutes Auge, eine sichere Hand und handwerkliches Geschick mitbringen.
Wir hatten ein solches Glück mit diesen beiden Männern. 
Und da auch mein Mann gerade mit dem Werkstoff Holz sehr gerne und gut arbeitet, 
hat alles so wunderbar harmoniert und gepasst!

Von dieser Stelle auch noch nach Jahren - ein wiederholtes,
ganz herzliches KIITOS (finnisch: Dankeschön!)!!!







Auf diesen beiden ersten Bildern dieses Posts kann man auch sehr gut erkennen, dass die Dachtraufenverlängerung bereits montiert wurde.




Im Anschluss an die Montage des Türrahmens wurden dann die Teile dieser Stückliste verbaut. 
Sie waren für die Gaube bestimmt.




 

Hier könnt Ihr die Bedachung der Dachkehlen und die Bedachung des Dachanschlusses 
an die Gaube bereits erkennen.

Aber dieses Bild offenbart noch einen weiteren Fortschritt - habt Ihr es bemerkt?




Richtig! Die Sitzbänke sind im 1. Schritt montiert.


Diese Skizze macht deutlich, wie die Anordnung der Bänke aussieht. In dem sechseckigen Häuschen sind an 5 Wänden rundumlaufend Bänke angebracht. Grundlegend besteht jede Bank aus 2 Holzbohlen, aber diejenigen, die ich mit Pfeilen gekennzeichnet habe, haben noch 
eine 3. Holzbohle, die weggeklappt werden kann. Das ist praktisch, wenn man
durchgehen möchte oder darin arbeitet. Sitzt man gemeinsam hier, und
möchte essen, dann kommt man mit der hochgeklappten 
Bankerweiterung deutlich näher an die Tischplatte.
Ein super ausgeklügeltes System!


 

  Auf diesem Bild ist gut zu sehen, dass auch der Dachgrat sowie die Eindeckung der Dachtraufenverlängerung sehr professionell durchgeführt worden war.




Es folgte die Bedachung der Dachhaube und der Einsatz des Kaminrohrs mit dem Kaminaufsatz.
Dann ging es im Innern weiter. Der Grill wurde gesetzt, der Rauchabzug installiert, der innere Dachkranz festgeschraubt, Dachzierleisten wurden angebracht, ein Schiebetürchen mit den entsprechenden Führungsschienen eingebaut, die seitliche Verschalung der Tür im 
Innenraum wurde vorgenommen, und es wurden die Zierleisten über und
neben der Tür befestigt. Dann folgte die Verlegung des Fußbodens 
und zum Schluss die Montage der drei Bankerweiterungen. 
Letztlich mussten nur noch die 6 Tische eingehängt 
werden und unser Kotta war fertig!




Noch eine letzte Kontrolle, während der Kollege die Werkzeuge schon mal einpackt.

Und jetzt ratet mal, meine Lieben, wie lange es gedauert hat, bis dieses Werk vollbracht war!?
Es war an einem einzigen Tag geschafft worden!!! Ich finde das sensationell!!!
Zumal alles, wirklich alles in höchster Perfektion erfolgte!!!





Und hier kamen unsere 2 geliebten Enkelkinder zur "Inspektion"...
Sie waren voller Neugier und ganz hibbelig.




Es wurde alles ganz genau in Augenschein genommen.
Mit den weißen Pfeilen habe ich die 3 schwenkbaren Grillflächen gekennzeichnet.
Die blauen Pfeile weisen auf 2 mobile Vorrichtungen zum Fische garen hin...
Die 6 Tischelemente kann man ganz einfach mit je 2 Eisenhaken 
an der Grilleinfassung ein- und aushängen.




Und dieses Paket war eine "Sonderausstattung"! Wir hatten richtiges Glück, denn zu manchen Zeiten wurden die Kottas mit diesem Sonderpaket (ohne Aufpreis) ausgestattet. Wir kauften zum richtigen Zeitpunkt und kamen in diesen Genuss! Wie wunderbar war das denn!!!




Die Kinder waren genauso begeistert wie wir und gingen gleich ans Einrichten!!!
...und natürlich fand später das Abendessen und ein Umtrunk im Kotta statt!
KIPPIS!  =  finnisch und heißt Prosit!




Während  unsere Enkel und ich drinnen werkelten, drückte sich die Begeisterung meines Mannes darin aus, dass er noch zur gleichen Stunde mit dem 1. Schutzanstrich begann...
Diese Pinselstriche erfolgten genau um 16.32 Uhr...




Wir konnten uns kaum von diesem Anblick lösen...





Ein Traum war nach langer Zeit in Erfüllung gegangen!

Dieser Traum blieb kein "Schaum". Er wurde wundervolle Realität!
Das erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit!



Meine Lieben, wenn Ihr Euch jetzt noch dafür interessiert, wie das Kotta fertig eingerichtet und dekoriert ausschaut, und wie wir es nutzen, dann dürft Ihr Euch auf noch einen Post
in dieser Sache freuen.



Bis dahin alles Liebe


Eure Heidi





Und wer mehr von der Vorgeschichte wissen möchte, der kann  hier und  hier und hier

schauen.





19. Februar 2018

Lieferung und Aufbau unseres Kottas (Phase II)


Meine Lieben,

der spannende Tag war endlich gekommen...Würden die doch recht großen, vorgefertigten 6 Teile des Daches durch die Garage von unserem lieben Nachbarn Stefan durchpassen...? Das war die bange Frage...denn es hatte sich herausgestellt, dass diese Dachteile bei uns in keinster Weise durch die hintere Garagentür passen würden...Was also tun, wenn auch Stefans hintere Garagentür zu knapp bemessen war? Mir war richtig schlecht. Kurzfristig sah ich keine Lösung für dieses Problem. Norbert und Stefan beratschlagten. Stefan meinte schließlich: sein Garagendach müsste stabil
genug sein, und darauf zu gehen, und im Notfall müssten wir dann die Teile über
dieses Garagendach hieven...???







Und es gab noch ein Problem. Ich hatte mich bei den Vorarbeiten derart verausgabt, dass ich eine heftige Sehnenscheidenentzündung hatte...Gips war angesagt...Unser Sohn bekam keinen Urlaub,
und unser Schwiegersohn konnte erst nach seiner Arbeit helfen...und so hatten wir uns nach 
genauem "Studium" der Montageanleitung dazu entschlossen, 
die Hilfe der Lieferfirma in Anspruch zu nehmen.





Das erwies sich als sehr kluge Entscheidung. Es waren nur 2 Mann, aber da saß jeder Griff! 
Mein Mann half auch mit, und so ging es zunächst sehr flott und gekonnt zur Sache.




Ich war gespannt, wie weit "wir" an diesem Tag kommen würden...
 Die Montageanleitung bestand immerhin aus 23 voll geschriebenen DIN A 4 Seiten...
Und obwohl die Seitenwände, als auch die Dachelemente vorgefertigt waren,
gab es immer noch gefühlte "1000" Einzelteile, die sehr akurat zu verbauen waren,
sollte das Werk gelingen...





Das sieht sehr sauber aus! Passt alles perfekt! Die  Männer leisteten wirklich gute Arbeit. 
Ich glaube, es war uns auch allen bewusst, wenn hier bei dem Aufbau der Wände geschludert würde, 
so würden wir mächtige Probleme mit dem Dach und seiner Dichtigkeit bekommen...









Die Wände standen schon mal ganz prima...Aber es wirkte alles ziemlich klein und niedrig...
Dennoch, das war 
das Häuschen, das wir uns angesehen und ausgesucht hatten...




 Mit ihren 1,33 m  hohen Seitenwänden wird - so der Hersteller - eine gemütliche Raumhöhe 
über den Sitzflächen geboten...Ja...! Im Ausstellungsobjekt war das so...?!?
Die Spannung stieg...





Hier kamen jetzt die äußeren und inneren Eck-Zierleisten dran...





...sie sind gleichzeitig auch Unterlage und Stütze für die Wandabschlussbretter und den Dachkranz, also die Dachplattenauflagen.  


 

Wunderbar!!! Riesengroße Erleichterung!!! Stefans hintere Garagentür war groß genug!
Die Dachelemente passten hindurch!!! Sehr knapp - aber es ging!!!
Welch ein Glück!!!...und 1000 Dank Stefan!!!




Das war auch wieder eine ganz schöne Schlepperei...diese Teile hatten ein ganz enormes Gewicht!!!




Hier bei der Dachmontage war Norberts Hilfe bereits im Vorfeld abgesprochen worden. 
Denn für die Dachplattenmontage sah der Hersteller 3 - 4 Personen als erforderlich an!




Und es klappte richtig gut - alles saß perfekt!




 Wände und Dach waren aufgebaut und montiert. Norbert kontrolliert hier, ob das letzte Dachelement über der Türe bündig eingebaut ist. Und auch das sah richtig gut aus! Aber es gab noch jede
 Menge zu tun! Denn es standen noch der Einbau der Gaupe, der Einbau der Tür, der
 Einbau des Kamineinsatzes und der Dauchhaube, viele weitere "Feinheiten"
 und der gesamte Innenausbau an...


Noch ein kleiner Hinweis: lasst Euch nicht von dem Datum auf einzelnen Fotos irritieren. 
Unser Kotta wurde definitiv im Jahr 2010 erbaut! Das ist halt Technik...!


So, das war´s erstmal für heute - Teil 3 folgt schon in aller Bälde.




Eure Heidi




Wenn Ihr Euch für die Vorgeschichte interessiert, dann werdet Ihr hier fündig.





18. Februar 2018

Flowerday und Gartenkräuter (Teil III)

Meine Lieben,

ich weiß einige von Euch warten auf die Fortsetzung vom Bau unseres finnischen Kottas. Da muss ich Euch noch ein ganz klein wenig vertrösten. Ein paar Fakten und Zahlen bin ich 
noch am zusammensuchen...Sorry!

Und so habe ich jetzt zwischendurch als kleine Aufmunterung noch ein wenig Frühlings-Feeling mitgebracht. Diese Weidenkätzchen bekam ich als kleines Dankeschön für´s Pakete annehmen.




Eine sonnengelbe Primel dazu und Kissen mit Schneemännern - das alles ist drinnen zu finden,       und ganz leichte "Puderzuckerbestäubung" draußen.




All dies zeigt recht deutlich wo wir stehen: 
in der Realität - im Winter, und mit unserer Sehnsucht - im Frühling!











Und hier im Anschluss geht es jetzt weiter mit den Kräutern aus meinem Garten (Teil III)

Wenn wir unsere Natur mit ihren Gewächsen genau betrachten, erkennen wir recht schnell,
Gott hat uns zu jeder Zeit das Richtige wachsen lassen! Der menschliche  Körper ist seit Jahrhunderten so eingestellt, dass er Ausgangs des Winters besondere Bedürfnisse hat. 
Zumindest war das früher so, als man noch auf die Gewächse im eigenen Garten 
oder auf die aus der eigenen Region angewiesen war.

Heute bekommen wir ja sogar an Weihnachten frische Erdbeeren oder im Januar Himbeeren wie gemalt. Salate, Tomaten und anderes Gemüse sind rund ums Jahr zu haben...
Ob diese Agrarfrüchte allerdings besonders gesunden Ursprungs sind, 
waage ich in vielen Fällen zu bezweifeln. 
Und wenn man gar noch die Öko-Bilanz mit einbezieht (Kiwis aus Neuseeland, 
Ananas von den Osterinseln u. u. u.), dann muss man sich als 
verantwortungsbewusster Mensch fragen, 
sind wir auf dem richtigen Weg?!!

Wenn ich mir so einige Entwicklungen unserer Erde anschaue, macht mich das mehr als nachdenklich...

Das führt mich wieder zurück zu unseren Gärten und zu unseren eigenen Gewächsen.
Ich versuche möglichst regionale Produkte zu bekommen. Und dass ich auch noch 
zu der "alten Garde" gehöre, die die Ernte von Frühling, Sommer und Herbst 
selbst verwertet, das habt Ihr sicherlich schon bemerkt. 
So wie ich zunehmend feststellen darf, dass sich immer mehr junge Menschen wieder diesen 
alten Gepflogenheiten zuwenden!
Ist das nicht ganz wunderbar?!!! Lässt das nicht hoffen?!!!

Wie bekomme ich jetzt wieder den Bogen zu unseren Frühlingskräutern hin?
Vielleicht indem ich Euch aufzeige, wie gut sie uns mit all ihren herausragenden Wirkstoffen tun!!!
Keine Frühjahrsmüdigkeit, keine Grippenanfälligkeit, ein stabiles Immunsystem
das klingt doch alles ganz wunderbar und sehr erstrebenswert, oder?!!


Fangen wir heute mit dem Schnittlauch an. Er ist neben der Petersilie das beliebteste und meistverwendete Gewürz in unseren Landen! Man sollte ihn immer möglichst frisch verwenden. Getrocknet verliert er fast alle seine wertvollen und geschmacklichen Inhaltsstoffe. Wenn Ihr zuviel Schnittlauch habt, dann friert ihn ein, das ist die beste Konservierungsmethode bei diesem Gewächs.
Noch ein Tipp: Stellt ihn niemals in ein Glas mit Wasser! (Ich weiß, früher hat man das immer gemacht! Ich auch...). Aber heute weiß man, dass dann sehr viele seiner Wirkstoffe ins Wasser übergehen. Schlagt ihn also besser in ein feuchtes Tuch ein und legt ihn in den Kühlschrank.
Das gilt für alle, die ihn käuflich erwerben. Wer selbst Schnittlauch im Garten oder
auf dem Balkon hat, sollte ihn erst kurz vor dem Verzehr abschneiden!




Schnittlauch ist ein Heilmittel par excellance. Er hat so viele gesundheitsfördernde Stoffe, 
dass Prof. Hademar Bankhofer ihn einmal als kleine Hausapotheke bezeichnet hat!
Er hilft bei Magenbeschwerden und Verstopfung. Er reinigt das Blut, bringt 
Energie, ist harntreibend u. u. u.




Das Scharbockskraut war in meinem Garten plötzlich da, und das in rauen Mengen. 
Soviel hätte es eigentlich nicht bedurft, denn man sollte dieses Kraut  nur in Maßen genießen, 
da es eine kleine Menge giftige Scharfstoffe enthält.  

Sobald aber die dottergelbe Blüte erscheint, sollte man die Finger davon lassen, denn von nun an sind die Giftstoffe erhöht!

 

Wer unter Vitamin-C-Mangelerscheinungen wie z. B. Frühjahrmüdigkeit leidet kann vor der Blüte  ein paar Blättchen des Scharbockskrauts unter seinen Salat oder Kräuterquark mischen. Denn dieses Kraut ist sehr reich an Vitamin-C. Daraus begründet sich auch sein Name, denn es wurde früher gegen Skorbut (Scharbock ist davon abgeleitet) vor allem von Seeleuten eingenommen.
 Im Weiteren hilft das Scharbockskraut bei Hautproblemen und Hautunreinheiten.
Auch gegen Warzen ist dieses Kraut gewachsen! (hier äußerliche Anwendung!)




Ein weiteres Gewächs, dass uns schon recht früh im Jahr zur Verfügung steht, ist der Sauerampfer.
Auch er hat einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt! Man verwendet  die jungen Blätter als 
Wildgemüse, in Salaten und Suppen, oder gießt einen Tee damit auf!

Aber Vorsicht: wegen  seiner Oxalsäure (auch in Rhabarber vorhanden) sollten Gesunde ihn nicht zu häufig und nicht zu viel auf einmal zu sich nehmen! Nierenkranke sollten Sauerampfer
besser meiden, oder zumindest ein Gespräch mit der Ärztin/dem Arzt suchen.



 Wenn man obige Regeln beachtet, spricht nichts dagegen eine Frühjahrskur, auch mit dem Bestandteil Sauerampfer, zu machen. Denn er wirkt blutreinigend, entschlackend
und harntreibend!




Kraut Nr. 4 ist für heute der Knolau - auch Schnittknoblauch genannt! Man kann ihn bereits ab
Februar/März ernten. Auch er ist sehr vitaminreich. Das meinte ich, als ich oben schrieb,
dass unser Herrgott uns zur rechten Zeit die richtigen Kräuter wachsen lässt!



Zudem ist er verdauungsfördernd und er verfügt über eine antibakterielle Wirkung!
In der Küche passt er hervorragend zu Salaten, Eierspeisen, Suppen, Aufläufen,
Hackfleisch u. u. u.
Extratipp: Seine schönen, weißen Blüten sind sehr geschmacksintensiv
und die Samenkapseln ebenso!




Er ist auch als "Maikräutchen" bekannt - der Waldmeister -
ebenfalls wohlriechendes Labkraut genannt.
Er ist ein Würz- und Heilkraut. Seine meisten Aromastoffe hat er, wenn er leicht angewelkt ist!
Man nimmt ihn vorwiegend für Maibowlen und andere Getränke.

Aber auch hier ist etwas Vorsicht angesagt! Waldmeister enthält Cumarin (Zimt ebenso).
In großen Mengen ist dieses Cumarin gesundheitsschädlich!
Kindern würde ich überhaupt keine Waldmeisterprodukte geben!



Waldmeister ist aber auch ein Heilkraut! Er wirkt gefäßerweiternd, entzündungshemmend,
krampflösend u.u.u. 
Auch hier ein Extra-Tipp: Wenn jemand von Euch öfter unter Kopfschmerzen leidet, so nehmt am besten getrockneten Waldmeister und rebbelt ihn direkt unter Eurer Nase, tief einatmen und Ihr werdet recht schnell eine Linderung Eurer Kopfschmerzen erfahren.





Zum Abschluss möchte ich Euch heute noch etwas Nachdenkliches von
Sebastian Kneipp mitgeben:


Gegen das, was man
im Überfluss hat,
wird man gleichgültig.
Daher kommt es, dass viele
hundert Pflanzen und Kräuter
für wertlos gehalten werden, 
anstatt dass man sie
beachtet, bewundert und  gebraucht!



Ich wünsche uns ALLEN den richtigen Blick auf unsere vielfältige und herrliche Natur
mit all ihren unbezahlbaren Schätzen!!!


Euch alles Liebe


Heidi





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16. Februar 2018

Plan für ein Kräuterhaus und 1. Phase der Umsetzung


Meine Lieben,

jetzt zeige ich Euch wie wir zu unserem Kräuterhäusli kamen. 
Ich hatte ein solches "Grill-Kotta", so die offizielle Bezeichung, bereits viele Jahr zuvor auf einer Freizeitmesse gesehen und mich direkt in es verliebt. Es sollten gut 20 Jahre vergehen, ehe dieser Traum Wirklichkeit werden konnte.

Zuerst haben wir Kataloge gewälzt,


 

 ...und uns dabei einige Varianten angeschaut. 
Es gibt da an Größe und Ausstattung eine ziemliche Auswahl.
Die farbliche Gestaltung liegt aber immer in den Händen der Besitzer, denn 
das finnische Kotta wir aus gut gelagertem Holz, aber vollkommen unbehandelt geliefert.




Dann sind wir zu verschiedenen Anbietern gegangen und haben uns vor Ort alles angeschaut.
Wir hatten etliche Fragen, aber die konnten uns nicht alle Anbieter zufriedenstellend beantworten. "Gott sei Dank"  gab es aber auch welche, die ihr Produkt genau kannten, und uns  mit vielen wertvollen Tipps weiterhalfen.
 Dazu gehörte auch die Anfrage bei der Kreisbauaufsicht, ob und unter welchen Bedingungen wir so ein Häuschen in unserem Garten aufstellen dürften. Da wir uns für die kleinste Variante entschieden hatten (dafür gab es genau 2 Gründe: einmal der kleine Garten und dann die Preisfrage), ...



 

...hatten wir Glück. Wir brauchten keinen Bauantrag zu stellen, denn im Saarland ist das so geregelt, dass ein Gartenhaus bis zu einem Volumen von 20,3 m³ umbautem Raum verfahrensfrei aufgestellt werden darf. In jedem Bundesland gibt es da eigene Regeln. Wenn Ihr also so etwas Ähnliches vorhabt, dann mein Tipp: erkundigt Euch besser vor dem Kauf Eures Wunschobjekts, 
wie die Bedingungen bei Euch aussehen!




Der Kaufvertrag war unterschrieben. Jetzt galt es den Platz für unser Kotta herzurichten.





 

So sah er unmittelbar zuvor aus. Ein maroder, nicht mehr genutzter Sandkasten, ein großer Kirschlorbeer, zwei wunderbar tragende Johannisbeersträucher und einige kleinere Gewächse mussten weichen...Schmerz!!!




Das war die 1. "Knochenarbeit..."





Das Gelände hatte ein kleines Gefälle, das musste auch ausgeglichen werden.





Dann hat mein Mann alles genau vermessen und die 6 Ecken gemäß den Abmessungen der Außenwände mit je einem Stab gekennzeichnet. Diese Stäbe haben wir dann mit einer roten Bauschnur verbunden. Jetzt hatten wir das erste mal eine genauere Vorstellung vor Ort über die Größe und den Platzbedarf unseres "Traumhäuschens"...




Von Seiten des Händlers waren wir wirklich mit allen relevanten Informationen und dem entsprechenden Bildmaterial ausgestattet worden. Dazu gehörte u. a. der Hinweis, dass bei einem solchen Grillkotta unbedingt für eine Luftzufuhr unter dem Grill zu sorgen ist.
Diese besteht idealerweise aus drei 15ner Rohren, die in das Fundament einzubringen sind.




Mein Mann wollte absolut kein Betonfundament. Also haben wir das anders gelöst. Den unteren Teil des baldigen Fundaments begrenzte er mit Pflanzringen, in welche zuerst Wasserbausteine getan wurden, später kam dann noch Splitt darauf. Den oberen Teil der Begrenzung des Fundaments legte er mit größeren Wasserbausteinen. 




Die Verlegung der Zuluftrohre mussten wir auch unseren Gegebenheiten anpassen, denn sie 
mussten nach außen frei sein. Das ging nur dort wo die Wasserbausteine lagen (s. Pfeil). 
Direkt nach vorne konnten wir auch kein Rohr münden lassen, da das Gelände 
leicht abschüssig ist, und so bei starkem Regen u. U. das Rohr zugeschwemmt worden wäre. 
Daher liegen die beiden anderen Rohre ziemlich dicht nebeneinander. Aber das macht nichts, 
das Feuer brennt gut! Es kommt genug Luft von unten.




Hier sind wir schon einige Schritte weiter. Tonnen von Schotter und Splitt hat mein Mann nach hier unten verfrachtet...und das alles durch die Garage (wie zuvor schon die Pflanzringe und die Wasserbausteine...). Das war die 2. und 3. Knochenarbeit!!!
Ich habe dann alles gleichmäßig verteilt.


 
 
Wir hatten uns auch einen Rüttler geliehen und damit sowohl den Schotter, 
als auch den Splitt verdichtet. Und natürlich musste die Fläche "im Blei" liegen,
schließlich sollte unser Häuschen gerade stehen und sich nicht verziehen!




In die oberste Splittschicht haben wir noch einen Ring aus Waschbetonplatten (25 x 50) eingearbeitet. Dieser Ring würde die Auflagefläche für die 6 äußeren Bodenbalken sein.
Damit nach dieser Aktion alles wieder schön glatt war, haben wir mit unserer alten 
Rasenwalze alles wieder eingeebnet. 

Ach ja, etwas habe ich noch vergessen zu erwähnen: Natürlich haben wir die Zuluftrohre zuerst außen, später sicherheitshalber auch noch innen mit einem engmaschigen Draht 
gegen den "Einzug" von Mäusen und ähnlichem Getier gesichert.

Jetzt war alles bereit, die Lieferung unserer Bauteile konnte erfolgen...

Wie es weitergeht ganz bald hier...




Habt eine gute Zeit und alles Liebe



Eure Heidi